
und noch mehr dancing people....irgendwann um halb 3 nachts, wenn man in argentinien zu party loszieht, sind wir dann noch in die dorfdisko nach magdalena gefahren. hier hat auch da noch so kleinste kaff irgendeine disko und die hat dann auf jeden fall auch immer bis morgens 7 mindestens auf. das problem war nur, dass wir auf dem rückweg, als es schon wieder hell wurde, uns alle nicht mehr an den rückweg erinnern konnten, weil im dunkeln hatte alles so anders ausgesehen...so verbrachten wir den kompletten morgen damit, über argentinische staubstraßen zu fahren und verzweifelt nach leuten ausschau zu halten, die den weg wissen könnten. das war schon allein deshalb ein großer spaß, weil wir mit 7 mann im auto saßen und man bei jedem schlagloch entweder den hinterkopf von irgendwem ins gesicht kriegte oder mit dem kopf unter die decke knallte. jedes mal, wenn wir voller hoffnung auf einen mensch in der ferne zusteuerten, stellte sich heraus, dass es doch nur ein dicker kaktus war. und sobald man an irgendeiner kuh vorbeifuhr, von der man dachte, dass man sie bestimmt schon auf dem hinweg gesehen hätte, endete der weg mitten in einem rübenfeld und wir fuhren den ganzen scheiß wieder zurück...die landschaft sah nicht besonders spannend aus, es gab kühe, kakteen und gras zu sehen. das einzige, was sich veränderte, war, dass es manchmal kräftig nach gülle roch und manchmal nicht so kräftig. irgendwie hatten wir es alle geschafft, kurz vorher unsere handyakkus leerzutelefonieren und die, die noch akku hatten, hatten keinen empfang. zwischendurch mussten wir ne pause zum ausrasten und vor wut gegen irgendeinen kaktus treten machen. und an jeder kreuzung ne kleine pause, um zu diskutieren, wo wir herfahren, so kenne ich jetzt viele neue argentinische beschimpungen. als wir endlich, endlich, ein schild entdeckten, stand drauf, dass wir nen ordentliches stück richtung buenos aires city gefahren waren und wahrscheinlich nicht mehr lange bis ganz nach hause gebraucht hätten. immerhin konnten wir dann aber den weg zurück auf eine asphaltierte straße finden, wo hin und wieder ein trecker vorbeikam. und mithilfe der wegbeschreibung der treckerbauern fanden wir zurück zum haus...
immerhin konnte ich mich so selbst davon überzeugen, dass es um diese stadt herum wirklich nichts gibt außer viiiieel plattem land. dahinter liegt die pampa mit noch mehr plattem land. es wird manchmal gesagt, buenos aires sei eine insel zwischen 2 Meeren, dem Atlantik und der Pampa. Und obwohl ich nicht mal ganz in der Pampa war, versteh ich jetzt, warum...

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